Joggen mit Hund

Alle Fragen rund um das Thema Joggen mit Hund 

Der Hund unser bester Freund und Begleiter, ist längst nicht mehr nur da, um unser Haus zu bewachen. Gerade in größeren Städten ist er stets an unserer Seite und für gemeinsame Aktivitäten zu haben. Ein unschlagbares Team entwickelt sich.

Das Joggen ist allseits beliebt und man sieht überall Menschen die sich in verschiedenen Lauftempos, in Wald oder Park fortbewegen.

Die Kombination von Joggen mit Hund schlägt gleich 2 Fliegen mit einer Klappe, die eigene Bewegung und die des Hundes. Gibt es einen besseren Trainingspartner? Natürlich nicht.

Frischer Sauerstoff setzt Glückshormone frei und stärkt das Immunsystem. Allgemein stärkt Bewegung an der Luft das Wohlbefinden. 

Doch damit das gemeinsame Lauferlebnis erfolgreich wird, gilt es ein paar Dinge zu beachten, denn es soll Gesund sein und Spaß machen.


Die wichtigsten Fragen rund um das Joggen mit Hund:


Ab wann darf mein Hund mit mir joggen gehen?

Es ist wichtig zu wissen, dass ein Hund je nach Rasse bis zum 1. Lebensjahr noch nicht vollständig ausgewachsen ist und sich Knochen und Gelenke entwickeln. Daher ist es sinnvoll geduldig zu sein und zu warten bis der Hund  mindestens 12  Monate alt ist. 

Zudem solltest du sicher gehen, dass keine gesundheitlichen Einschränkungen bestehen. Geh auf Nummer sicher und lass ihn durch einen Tierazt/ärtzin oder eine Hundephysiotherapie durchchecken.


Kann ich mit jedem Hund joggen gehen?

Definitiv Nein!

Es gibt Hunderassen die aufgrund ihrer Anatomie nicht für diese Sportart geeignet sind. 

Ein Beispiel ist der Mops mit seiner platten Nase und dadurch eingeschränkten Atmung aber auch Bulldoggen mit ihrem schweren Körperbau sind nicht zum laufen geeignet . Bei alten und übergewichtigen Hunden ist die Belastung zu hoch und kann Gelenke stark schädigen.


Was muss ich bei der Leine beachten?

Eine Joggingleine mit eingenähtem Expander zur Abfederung von ruckartigen Bewegungen, wie z.B. plötzlichem Stoppen oder Losrennen ist am besten geeignet. Die Ruckdämpfung schützt dich und deinen Hund vor Stauchungen der Wirbelsäule. 

Am besten eignet sich ein Hüftgurt der dich über die Joggingleine mit deinem Hund verbindet und dir zusätzlich freie Hände schenkt.  


Meine Empfelung für dich :

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Es gibt sehr unterschiedliche Laufgurte, oft auch als Set mit einer Joggingleine. Je nachdem wie groß und schwer dein Hund ist, kannst du einen ganz normalen Laufgürtel nehmen, dieser sitzt jedoch meist nicht so gut und rutscht oft hin und her. In meinen Kursen nutzen wir einen stabilen Hüftgurt.

Der Hüftgurt sollte am Rückenteil breit sein und Beinschlaufen besitzen, das verhindert , dass er an dir hoch und runter rutscht und falls es zum Zug des Hundes kommt, wird er durch die Leine gedämpft und der Hüftgurt schont zusätzlich deinen Körper.

Meine Empfehlung für dich :

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Laufen mit Hund ohne Leine?

Das ist jedem Hundehalter selbst überlassen, wie er das handhabt und die Verantwortung liegt immer bei dir. 

Generell würde ich es jedoch nur bedingt empfehlen. 

Gerade in Städten und in deren Parkanlagen wo sich viele Menschen und Radfahrer bewegen , ist das Joggen mit Hund ohne Leine nicht die beste Variante. Dein Hund läuft im schlimmsten Fall in ein Rad, weil er etwas auf der anderen Seite interessanter findet, als dir hinter her zu laufen. Zudem ist meistens Leinepflicht und dein Hund darf nicht frei laufen. Im Wald und außerhalb von Städten, sollte dein Hund sich an dir orientieren und stets abrufbar sein. Ein Hund mit Jagdtrieb wird bei der Begegnung mit Wildtieren nur schwer bei dir bleiben. Es entlaufen täglich Hunde und diese Erfahrung möchte man nur ungern machen.

Es sollte auch nicht unterschätzt werden, dass es Menschen gibt, die Angst vor Hunden haben. Dein Hund kann noch so lieb sein, wenn jemand Angst hat und einen frei laufenden Hund sieht, ist das keine schöne Begegnung. Allgemein gilt es, stets Rücksicht auf andere Menschen und Hunde zu nehmen. 

Fazit 

Zum Schutz deines Hundes und deiner Umwelt solltest du deinen Hund nur bedingt frei laufen lassen. Und nur dann, wenn es die Umgebung zulässt , dein Hund sich stets an dir orientiert und abrufbar ist.


Halsband oder Geschirr ?

Klare Empfehlung ist den Hund am Geschirr mitzuführen. 

Ist dein Hund nur am Halsband mit dir verbunden und er kommt in den Zug , durch plötzliches stehen bleiben oder nach vorn pirschen, kann das Strangulationsverletzungen verursachen. Zieht dein Hund dauerhaft am Halsband, wird die Luftröhre gequetscht und schlimmstenfalls der Kehlkopf verletzt. Die Halsmuskulatur baut automatisch Spannung auf, um dagegenzuhalten, das kann zu Verspannungen führen.

Bei einem guten Geschirr werden die Kräfte auf den ganzen Körper verteilt. Safety first! 

Ein weiterer Vorteil beim Tragen eines Geschirrs ist, dass dein Hund , wenn du das möchtest , dich durch seine Zugkraft unterstützen kann, wenn es zum Beispiel einen Berg hoch geht. 

Außerdem kann dein Hund bald verknüpfen, dass es sportlich wird, sobald das Geschirr angelegt ist und ihr riskiert nicht eure Leinenführigkeit am Halsband.


Was ist das Richtige Geschirr zum Joggen ?

Meine Empfehlung für dich:

Das Safety Führ- und Zuggeschirr von Uwe Radant ist ein Allrounder und bietet deinem Hund die Möglichkeit alle Gelenke frei zu bewegen. Das Safety gewährleistet ein großflächiges Verteilen des Zugdruckes auf die Brust des Hundes. Die schräg über dem Brustkorb angesetzten Gurte verhindern -wie es bei herkömmlichen Führgeschirren oftmals der Fall ist- ein Verschieben der Brustauflage in Richtung Kehle des Hundes. 

Meine Kunden und Ich nutzen das Saftey bei unseren Laufkursen, Fitnesskursen und auf Wanderungen. Zusätzlich eignet es sich zum Rad fahren, Inline skaten, Mantrailing und auch als Sicherheitsgeschirr im Auto.

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Kann ich bei jedem Wetter mit meinem Hund joggen ?

Die optimalen Temperaturen um mit deinem Hund laufen zu gehen liegen etwa zwischen 0-20 Grad Außentemperatur. Dies ist jedoch, je nach Hunderasse, verschieden.

Vor allem im Sommer solltet ihr unbedingt euer gemeinsames Training auf die Morgen – oder Abendstunden legen. Ab 18 Grad kann es je nach Hitzeanfälligkeit deines Hundes zur Überlastung kommen. Anzeichen dafür können sein

  • Schaum vor dem Maul

  • Torkelnder Gang

  • Blaue Zunge

  • Extrem weit geöffneter Fang

  • Röcheln

  • Hund wirft sich auf den Boden

Bei ersten Anzeichen brich das Training ab, geht in den Schatten und biete deinem Hund kühles Wasser an. 

Um dies zu vermeiden ist es sinnvoll auf eurer Laufstrecke genügend Schatten zu haben und Flüsse oder Seen zum abkühlen zu nutzen. 

Im Winter kann es je nach Rasse, sinnvoll sein, den Hund mit einem Pullover ect. vor Kälte zu schützen, vor allem wenn der Hund wie mein Greyhound keine Unterwolle hat. 


Pfotenfreundliche Laufstrecken . . .

Am besten läufst du mit deinem Hund auf Gras, Feldwegen oder Waldboden. Diese sind gelenkschonend und können die Bewegungen besser abfedern. Asphalt und Schotterwege können die Gelenke zu stark belasten. 

Kontrolliere nach jedem Lauf die Pfotenballen auf mögliche Verletzungen oder Risse. 

Es gibt auch Booties um die Pfoten deines Hundes zu schützen, je nachdem in welchem Gelände ihr trainiert. Im Sommer sind Booties jedoch nicht geeignet, da Hunde sich über ihre Pfoten abkühlen.

Wie startest du das Lauftraining mit deinem Hund?

Erste wichtige Regel! Die letzte Fütterung sollte mindestens 2h her sein. Keiner läuft gern mit vollem Magen, zudem kann es im schlimmsten Fall zu einer Magendrehung kommen.

Bevor ihr richtig startet, lass deinen Hund nochmal schnuppern, Geschäft erledigen usw. 


Wie du das Training mit Hund aufbaust?

Erinnere dich an deine ersten Joggingeinheiten…

Es hat ein bisschen gedauert bis sich dein Körper an diese Belastung gewöhnt hat und die ersten Kilometer waren sicher anstrengend. Genauso solltest du deinen Hund an euren gemeinsamen Sport heranführen. Beginne mit ein paar Minuten und taste dich Schritt für Schritt ran. Somit schützt du deinen Hund vor Überlastung oder Verletzungen. 

Der Unterschied zwischen Spaziergang und Joggingrunde besteht darin, dass dein Hund die Gangart von Schritt zum Trab und bei schnellen Läufen zum Galopp wechseln kann.

Im Trab baut dein Hund Muskulatur auf, trainiert Kondition und das Herz-Kreislauf-System.

Fange also langsam an!

Die ersten Minuten läufst du im Schritttempo deines Hundes, steigere auf Trabtempo und gehe wieder zurück zum Schritttempo. Dies kannst du mehrfach im Wechsel durchführen.

So hat dein Hund die Möglichkeit, sich langsam zu gewöhnen und Kondition aufzubauen. 

Achte auch auf kleine Pausen. 

Die Distanz und Schnelligkeit sind individuell auf deinen Hund abzustimmen. Beim ersten Lauf kannst du zum Beispiel mit einer Distanz von 3km starten. Wenn dein Hund gut mit läuft, gib ihm mindestens 2 Tage Pause und steigere langsam die Distanz. Schätze eure gemeinsame Leistung realistisch ein und achte immer auf das Wohlbefinden deines Hundes. Auch wenn dein Hund ein ambitionierter Läufer ist, kann er seinen Körper überlasten, wenn du das Training zu schnell angehst. Weniger ist Mehr hat hier die oberste Priorität.


Kann mein Hund  Muskelkater bekommen ?

Der Muskelstoffwechsel des Hundes ist dem des Menschen sogar sehr ähnlich. Das bedeutet dein Hund kann wie du Muskelkater bekommen.

Wie macht er sich bei deinem Vierbeiner bemerkbar? 

Er tut sich beim Aufstehen schwer, der Gang ist steif und „unrund”. Genau wie bei uns treten die Muskelschmerzen meist zwei Tage nach der Belastung auf. Zwinge deinen Hund dann nicht zum Laufen, damit besteht das Risiko dass dein Hund ,,Laufen = Schmerzen`` verknüpft! 

Dann macht lieber noch einen Tag Pause.


Wie oft solltet ihr Laufen gehen?

Beginne mit 2x pro Woche mit kurzen Laufeinheiten.  Damit gehst du auf Nummer sicher, dass es nicht zur Überlastung kommt. Steigere dann langsam die Streckenlänge und das Tempo.

Hunde laufen in einer Gruppe mit anderen Hunden motivierter als mit dir alleine. Vielleicht findest du eine Gruppe in deiner Gegend, die mit euch regelmäßig laufen geht.


Wieviele Kilometer kann ich mit meinem Hund joggen gehen ?

Es ist möglich lange Distanzen mit deinem Hund zu laufen die weit über 10km gehen. An oberster Stelle steht jedoch, dass ihr bereits Ausdauertraining betreibt und dein Hund motiviert ist längere Strecken zu laufen. Außerdem sollte euer Lauftempo miteinander harmonieren, das kann etwas dauern bis es sich eingespielt hat. Es ist je nach Rasse unterschiedlich und jeder Hund ist individuell. Achte immer auf das Wohlbefinden deines Hundes!


Startklar für den ersten Lauf?

Haltet euch an diese Hinweise und dein Hund wird dein perfekter Laufpartner!

Am wichtigsten ist immer euer Wohlbefinden , egal ob Hobbyläufer oder Canicrosser.


Checkliste

Dein Hund ist mindestens 12 Monate alt und ihr habt gegebenenfalls einen Check gemacht?

Geschirr, Leine mit Ruckdämpfer und Laufgürtel sind vorhanden?

Dein Hund ist seit mindestens 2h nüchtern?

Gute Wetterbedingungen? Wasserstellen auf dem Weg?

Ihr habt eine Pfotenfreundliche Laufstrecke?


Feiert kleine Erfolge und bald seid ihr ein tolles Laufteam!







Veröffentlicht am 02.06.2020 7:57 Uhr.

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